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05.12.2007 Gewerbesteueränderungen 2008

Die Gewerbesteuer ist künftig nicht mehr als Betriebsausgabe abzugsfähig. Gleichzeitig wird die Steuermesszahl von derzeit 5% auf 3,5 % herabgesetzt. Für Personen- und Einzelunternehmen entfällt der derzeit für kleine Unternehmen günstige Staffeltarif. Die Mehrbelastung für Einzel- und Personenunternehmen soll durch einen erhöhten Anrechnungsfaktor (von 1,8 auf das 3,8-fache des Messbetrages) bei der Einkommensteuer vermieden werden. Somit würde bei einem Gewerbesteuerhebesatz von 380 % (Stadt Frankfurt/Main derzeit 460 %) die Gewerbesteuer zu 100 % auf die Einkommensteuer anrechenbar sein.

 

Für die Berechnung der Gewerbesteuer wird dem steuerlichen Gewinn ab 2008 25 % der sogenannten Finanzierungsaufwendungen hinzugerechnet. Die Finanzierungsaufwendungen ergeben sich aus der Summe der folgenden Aufwendungen:

  •          Schuldzinsen und ungewöhnliche Skonti bzw. Boni
  •          Renten und dauernde Lasten
  •          Gewinnanteile stiller Gesellschafter
  •          65 % der Miete bzw. Pacht von Immobilien
  •          20 % der Miete bzw. Pacht beweglicher Gegenstände
  •         25 % der Vergütung für die Überlassung von Rechten und Lizenzen

 

Keine Hinzurechnung erfolgt, wenn die Summe des Finanzierungsaufwandes (Summe der obigen Positionen) den Freibetrag von 100.000,00 EUR nicht übersteigt.