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09.06.2008 Option auf Erwerb eines GmbH Anteils

Der Verkauf von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft führt unter bestimmten Voraussetzungen zu einem steuerpflichtigen Veräußerungsgewinn nach § 17 des Einkommensteuergesetzes. Gleiches gilt für den Verkauf von „Anwartschaften“ auf Beteiligungen.

 

Der BFH hatte sich mit der Frage zu befassen, ob auch der schuldrechtliche Anspruch gegen einen Gesellschafter auf Übertragung eines Gesellschaftsanteils (Call-Option) zu den Anwartschaften in diesem Sinne zählt. Er hat dies bejaht und damit die herrschende Meinung abgelehnt, die nur unmittelbar gegen die Kapitalgesellschaft gerichtete Anwartschaften erfassen will. Für den BFH war entscheidend, dass sich der Inhaber des Optionsrechts mit dessen Veräußerung den Vermögenszuwachs der Gesellschaftsanteile verschaffen kann. Somit unterliegen künftig die Veräußerungsgewinne aus solchen Optionsgeschäften –entsprechend der Veräußerung von Anteilen an Kapitalgesellschaften- dem Teileinkünfteverfahren.