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12.08.2010 ZM Meldung: Fristen einhalten

Der Bundesverband der Bilanzbuchhalter und Controller e.V. (BVBC) weist darauf hin, dass die Schonfrist bei der Zusammenfassende Meldung (ZM) vorbei sei. Bei Geschäften mit EU-Unternehmen sei jetzt erhöhte Vorsicht im Finanz- und Rechnungswesen gefragt.

Hintergrund:
Seit Juli 2010 gilt für innergemeinschaftliche Warenlieferungen und Lieferungen i.S. des § 25b Abs. 2 UStG grundsätzlich ein monatlicher Meldezeitraum. Die ZM muss nun bis zum 25. Tag des Folgemonats (d.h. erstmals bis zum 25. August) an das BZSt übermittelt werden (§ 18a Abs. 1 S. 1 UStG n.F.). Nur bei einem Quartalsumsatz von 100.000 Euro oder weniger ist weiterhin eine vierteljährliche Abgabe möglich. Ab 2012 sinkt dieser Grenzbetrag auf 50.000 Euro (§ 18a Abs. 1 Satz 2 u. 5 UStG n.F.). Besonders tückisch: Die von Unternehmen häufig in Anspruch genommene Dauerfristverlängerung ist nicht mehr anwendbar.

Hierzu führt der BVBC weiter aus: Noch haben sich nach Einschätzung des BVBC nicht alle Unternehmen auf die Neuerungen eingestellt. Der BVBC empfiehlt Finanzverantwortlichen, die Prozesse des Finanz- und Rechnungswesens umgehend den neuen Fristen anzupassen. Neben Strafzahlungen können auf Unternehmen andernfalls auch Umsatzsteuernachschauen oder -sonderprüfungen zukommen. Was ist in der Praxis zu beachten? Während für innergemeinschaftliche Lieferungen meist eine monatliche Abgabe der ZM zu erfolgen hat, gilt für innergemeinschaftliche Dienstleistungen weiterhin eine quartalsweise Frist. Aus Praktikabilitätsgründen ist es sinnvoll, monatlich eine gemeinsame ZM zu erstellen und an das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) zu übermitteln. Neben einer vorausschauenden Terminplanung sollten Unternehmen unbedingt sicherstellen, dass ihnen eine gültige Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.) ihrer ausländischen Geschäftspartner vorliegt. Sie ist in der ZM zwingend vorgeschrieben. Ist die Steuernummer falsch und kann der Rechnungssteller die Prüfung der USt-IdNr. nicht nachweisen, schuldet er den Finanzbehörden die Umsatzsteuer.