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14.07.2009 Außergewöhnliche Belastungen bündeln

Zuzahlungen beim Arztbesuch, der Eigenanteil am Zahnersatz oder beispielsweise die Zuzahlung für eine Sehhilfe sind als so genannte außergewöhnliche Belastungen grundsätzlich steuerlich absetzbar.

 

Meist wirken sich diesen Aufwendungen jedoch steuerlich nicht aus, da der Gesetzgeber einen von den Einkünften des Steuerpflichtigen abhängigen Eigenanteil vorsieht. Bei kinderlosen Ehegatten beträgt der Eigenanteil z.B. 4 bis 6 % des Gesamtbetrags der Einkünfte.

Erst wenn die Aufwendungen für z.B. Krankheitskosten, Scheidungskosten etc. die so genannte zumutbare Eigenbelastung übersteigt, kann der übersteigende Teil steuerlich geltend gemacht werden.

 

Daher ist es sinnvoll, soweit die außergewöhnlichen Kosten planbar sind, alle Aufwendungen in ein Kalenderjahr zu verlagern (Zahlung ist maßgebend), damit in diesem einen Veranlagungszeitraum die Summe der Aufwendungen die zumutbare Eigenbelastung übersteigen.