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15.04.2009 Vorsteuerabzug ordnungsgem. Rechnungen

Das Finanzamt hat im Rahmen von Außenprüfungen in den vergangenen Monaten verstärkt den Vorsteuerabzug ordnungsgemäßer Rechnungen geprüft.

 

Voraussetzung für den Vorsteuerabzug beim Leistungsempfänger ist insbesondere eine konkrete Bezeichnung der abgerechneten Leistung. Allgemeine Beschreibungen, wie z.B. „technische Beratung im Jahr 2008“ reichen hierzu nicht aus. (BFH V R 59/07 vom 08.10.2008)

 

 

Die Rechnungsangaben müssen eine eindeutige und leicht nachprüfbare Feststellung der abgerechneten Leistung ermöglichen. In der Rechnung kann auf andere Geschäftsunterlagen verwiesen werden, jedoch müssen diese eindeutig bezeichnet sein.

 

 

Wird eine ausreichend konkrete Rechnung erst nachträglich vorgelegt, so ist der Vorsteuerabzug erst im Zeitpunkt der Berichtigung möglich. Hierdurch kann ein nicht unerheblicher Zinsschaden entstehen.

 

 

Darüber hinaus möchten wir darauf hinweisen, dass zum Vorsteuerabzug ebenfalls der Leistungszeitpunkt enthalten sein muss. Als Zeitpunkt der Leistung ist die Benennung des Monats der Leistungserbringung ausreichend.

 

Der Leistungszeitpunkt ist auch dann in der Rechnung anzugeben, wenn das Rechnungsdatum mit dem Zeitpunkt der Leistungserbringung übereinstimmt. In diesen Fällen genügt jedoch folgender Hinweis auf der Rechnung: „Das Leistungsdatum entspricht dem Rechnungsdatum.“