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18.07.2014 Übergangsfrist für Geringverdiener läuft am 31.12.2014 aus

Seit dem 01.01.2013 wurde durch die Minijob-Reform die Entgeltgrenze für geringfügige Beschäftigungen auf 450 EUR angehoben. Bis zu diesem Betrag sind nur Pauschalbeiträge zur Sozialversicherung fällig. Entsprechend stieg die Grenze des Gleitzonenentgelts in sogenannten „Midijobs“ auf 850 EUR an. Um die Attraktivität von Geringverdiener-Jobs über 450 EUR zu erhöhen, ist für den Entgeltbereich von 451 EUR bis 850 EUR nicht der volle Sozialversicherungsbeitrag fällig. Dieser steigt linear an, bis er bei 850 EUR das normale Niveau erreicht. Somit erhält der Arbeitnehmer in diesem Gehaltsbereich ein höheres Netto-Gehalt. Weil die Gesetzesänderung damals relativ kurzfristig erfolgte und niemand mehr auf die neuen Entgeltgrenzen reagieren konnte, deckte eine Übergangsregelung für Bestandsfälle verschiedene Konstellationen ab. Wer zum 01.01.2013 zwischen 400,01 und 450,00 EUR verdiente und nach altem Recht versicherungspflichtig in der Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung war, blieb dies bisher auch trotz der neuen Grenzen. Diese Übergangsregelung läuft zum 31.12.2014 aus. Wer also Arbeitnehmer beschäftigt, die ein Entgelt bis 450,00 EUR erzielen und sozialversicherungspflichtig behandelt werden möchten, sollte dies in jedem Fall mit dem betroffenen Beschäftigten und dem Steuerberater besprechen.