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25.07.2011 Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte

Steht einem Arbeitnehmer ein Dienstwagen zur Verfügung, wird die Privatnutzung des Pkw grundsätzlich nach der sogenannten 1 % Regelung versteuert. Sofern der Pkw auch für Fahrten zwischen Privatwohnung und Arbeitsstätte genutzt wird, musste bisher zwingend 0,03 % des Listenpreises für jeden Entfernungskilometer und Kalendermonat zusätzlich der Versteuerung unterworfen werden.

 

In Fällen, in denen beispielsweise ein Außendienstmitarbeiter nur einmal pro Woche das Büro aufsuchte, musste bislang immer der o.g. geldwerte Vorteil der Besteuerung unterworfen werden. Durch die neue BFH-Rechtsprechung wurde diese Regelung zum Vorteil der Steuerpflichtigen entschärft. Statt der bisherigen Methode zur Berechnung des geldwerten Vorteils ist ab dem Jahr 2011 eine Einzelbewertung der Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte möglich. Die einzelnen Fahrten zur Arbeitsstätte können auch mit 0,002% des Bruttolistenpreises des Pkw je Entfernungskilometer (=1/15 von 0,03%) bewertet und versteuert werden.

 

Die Neuregelung wurde inzwischen von der Finanzverwaltung übernommen und kann sowohl vom Arbeitnehmer im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung, als auch bereits vom Arbeitgeber in der laufenden Gehaltsabrechnung beantragt werden. Der Arbeitnehmer hat hierfür dem Arbeitgeber schriftlich zu erklären, an welchen Tagen (mit Datumsangabe) er den Pkw für Fahrten zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte genutzt hat. Die Erklärungen sind beim Lohnkonto des Arbeitnehmers aufzubewahren.